Amerika kurz vor der Jahrhundertwende. Im Norden Kaliforniens lebt die Familie Bridges auf einer abgelegenen Farm. Das Zusammenleben in der Einöde ist nicht unproblematisch: Der 71-jährige Vater ist Alkoholiker, die Mutter eine herrschsüchtige Frau, die in der Bibel Trost sucht. Der älteste Sohn Curt, ein gewalttätiger Angeber, beansprucht die Führungsrolle in der Familie. Vor allem will er die Beziehung seines jüngsten Bruders Harold zu der hübschen Gwen, die auf der Ranch zu Besuch ist, unterbinden, um sie für sich zu gewinnen. Als Harold aufzubegehren versucht, wird er nur vom dritten Bruder Arthur unterstützt. Doch dann kommt Arthur auf der Jagd nach einem Puma, der bereits drei Rinder gerissen hat, ums Leben. Curt findet die Leiche und nimmt die Verfolgung des Tieres auf. Doch er verirrt sich im Schnee und kommt ums Leben, als er einen Abhang hinunterstürzt. Trotz aller Streitigkeiten ist Harold fest entschlossen, den Tod seiner Brüder zu rächen...

Ein Western mit Hollywood-Star Robert Mitchum, der in seiner Laufbahn in über 80 Filmen mitgewirkte. "Spur in den Bergen" ist eine seiner weniger bekannten Arbeiten. Seine darstellerische Leistung ist darum nicht weniger eindrucksvoll. Immerhin war es für Mitchum die zweite Zusammenarbeit mit dem Regisseur, der ihm zum Durchbruch verholfen hatte. William A. Wellman hatte ihn 1945 für "Schlachtgewitter am Monte Cassino" verpflichtet, und dieser Film hatte ihm professionelle Anerkennung, Starruhm und die einzige Oscar-Nominierung seiner Karriere eingebracht. Seinerzeit hatte Mitchum das in ihn gesetzte Vertrauen gerechtfertigt. Neun Jahre später konnte er sich mit einer weiteren Glanzleistung als herrschsüchtiger Curt revanchieren. Nicht zuletzt sein intensives Spiel verhilft der düsteren Familiensaga zu ihrer beklemmenden atmosphärischen Dichte.