Top-Rolle für Erhan Emre (Foto, l.): Metin lebt als Moslem mit Frau und Sohn in Köln. Hüseyin, der Vorsitzende der islamischen Gemeinde, hat Metin zum Glauben "geführt" und ist für ihn eine Art Vaterersatz. Als Hüseyin für einen neuen islamischen Wirtschaftsfonds wirbt und Metin um seine Unterstützung bittet, engagiert sich dieser in blindem Vertrauen und überzeugt sogar seine Familie und Freunde, ihr Geld zu investieren. Doch als der viel versprechende Fond innerhalb kürzester Zeit pleite macht, wird Metin von allen zur Verantwortung gezogen, selbst das Familienkapital ist verloren. Er fühlt sich schuldig, versteht sich aber auch als Opfer dunkler Machenschaften. Niemand kann ihm sagen, was passiert ist und wo das ganze Geld geblieben ist. Durch seine Versuche, Licht in die kriminellen Machenschaften zu bringen, wird Metin selbst zur Zielscheibe eines undurchschaubaren Netzwerks. Bei einem Bombenanschlag, der eigentlich seinem Schwiegervater gilt, wird Metins Frau Sevde getötet. Nur sein Sohn Bilal überlebt schwer verletzt. Metins Welt bricht zusammen, nun will er erst recht wissen, was und wer hinter all den Geheimnissen steckt ...

Nach wahren Begebenheiten inszenierte der Niederländer Ben Verbong einen packenden Politthriller über terroristische Netzwerke und dunkle Machenschaften des Verfassungsschutzes. Die Vorlage zu diesem spannenden Mix aus Thriller und Familiendrama, die aus der Sicht des moslemischen Protagonisten erzählt wird, lieferte die türkisch-stämmige Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Kadir Sözen ("Gott ist tot", "Zeit der Wünsche"), der hier den Betrugs-Skandal um die deutsche türkisch-sprachige nichtstaatliche Hilfsorganisation "Deniz Feneri e.V." (auf deutsch: Leuchtturm) in die Handlung verwob. In der Hauptrolle des Metin überzeugt der in Berlin-Kreuzberg geborene Schauspieler Erhan Emre ("Freunde", "Experiment Bootcamp", "Meine Mutter, mein Bruder und ich!").

Foto: WDR/Bernd Spauke