"Ich kann keine Krimis mehr sehen", konstatierte TV-Kritiker Hans Hoff kürzlich. Zu vorhersehbar seien sie und "ein Relikt aus einer Zeit, da man noch keinen eigenen Geschmack hatte".

Doch diese Kritik ist nicht nur nicht neu, sie geht auch an der Sache vorbei: Sie vergisst Formate wie "Im Angesicht des Verbrechens", "Bad Banks" oder "Professor T." und übersieht zudem, dass sich der Tatort für ein öffentlich-rechtliches Format durchaus zügig modernisiert – man schaue nur nach Mainz, Weimar oder in den Schwarzwald.

Außerdem tut sie auch noch so, als müsse sich unsere Krimilandschaft nur an deutschen Produktionen messen lassen. Dabei ist Vorfreude angesagt: auf Alex Dimitriades in "Sieben Seiten der Wahrheit" etwa (ab 10. Mai auf Arte) oder auf Nicole Kidman und Reese Witherspoon in "Big Little Lies", für das sich VOX gerade die Rechte gesichert hat. All das sind auch Krimis. Und die können sich allemal noch sehen lassen.