"Wer will denn diese 'Alten' noch sehen oder hören?", fragte mich ein Leser – ein "Rentner vom Jahrgang 1931" wohlgemerkt – vor einiger Zeit in einem Leserbrief.

Sein Stein des Anstoßes: eine ARD-Show, in der einige altgediente Stars aufgetreten waren. "Haben die es wohl nötig, als bedürftige Musiker auftreten zu müssen, oder sind sie für den Sender so billig, dass sie noch engagiert werden?", fragte er weiter.

Doch wann ist er gekommen, der richtige Zeitpunkt zu gehen, wann und wie sollte man als Künstler die Rente antreten? Wie Robert Atzorn, der – obwohl noch "frisch, fröhlich und munter" – seine Karriere kürzlich mit 72 beendet hat? Oder wie Johannes Heesters, der zuletzt, vor seinem Tod, als der älteste noch aktive darstellende Künstler weltweit galt? Eingeschaltet hat das Publikum bei ihm immerhin noch.

Wie auch bei der Show der ARD. Doch die entscheidende Frage ist wohl: Tut es das wegen oder trotz solcher Auftritte?