Der prisma-Crashkurs zur Kunst der Moderne geht weiter. Vertiefen Sie Ihr Kunst-Know-how auf spielerische Art und gewinnen Sie Eintrittskarten für das Städel Museum.

prisma gibt Ihnen in einer mit dem Städel Museum erstellten Serie einen Einblick in den Onlinekurs zu moderner Kunst des Städel Museums Frankfurt, mit dem Sie Ihr Kunst-Wissen ganz einfach unter onlinekurs.staedelmuseum.de im kostenfreien Selbststudium vertiefen können. Mit einem Auszug daraus laden wir Sie auch hier ein, Ihr Kunst-Know-how auf spielerische Art zu erproben.

In Folge 4 geht es darum, wie man kunstgeschichtliche Stile und Strömungen – wie zum Beispiel den Realismus und Impressionismus – voneinander unterscheiden kann.

Warum unterscheidet man Kunstströmungen und wie erkennt man sie?

Ob Renaissance, Barock, Klassizismus, Realismus oder eben Moderne, all diese Begriffe sollen helfen, eine Ordnung herzustellen und Orientierung zu geben. Seit der Aufklärung versuchte man, künstlerische Stile in ein schlüssiges Schema zu bringen. Die Kriterien der Ordnung haben sich im Verlauf der Moderne vielfach gewandelt. Sortiert wurde etwa nach der Zugehörigkeit zu einer Kultur, nach formalen oder stilistischen Aspekten, nach ideologischen Haltungen, nach Gattungen oder Medien.

In der Moderne positionieren sich Künstler mit Manifesten und grenzen sich voneinander ab: Realismus, Impressionismus, Fauvismus, Symbolismus, Expressionismus, Konstruktivismus, Bauhaus, Neue Sachlichkeit, Surrealismus ... – die vielen Stile sind der Ausdruck eines Ideenwettbewerbs, der sich Anfang des 20. Jahrhunderts beschleunigt.

Aufgabe: Stile und Bewegungen der modernen Kunst differenzieren zu können, ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Hier ist ein wenig Vorwissen hilfreich. Ordnen Sie jeweils ein Bild (oben in der Bildergalerie) den drei Strömungen Realismus, Impressionismus und Expressionismus zu. Im Realismus wird mit kraftvollem Farbauftrag oft das einfache Landleben oder ein Landschaftsausschnitt gezeigt, die Künstler des Impressionismus geben mit lockerem Pinselstrich das Atmosphärische, häufig von Landschaftsszenen, wieder. Im Expressionismus geht es um den Ausdruck subjektiver Empfindungen, die Farben erscheinen losgelöst vom Motiv. Die Zitate von drei jeweils zu den Stilen passenden Künstlern sollen die Zuordnung erleichtern.

Expressionismus "Da diese Bilder mit Blut und Nerven geschaffen sind und nicht mit dem kalten Verstand, sprechen sie unmittelbar und suggestiv." Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938)

Impressionismus "Die Aufgabe des Künstlers besteht darin, das darzustellen, was sich zwischen dem Objekt und dem Künstler befindet, nämlich die Schönheit der Atmosphäre." Claude Monet (1840–1926)

Realismus "Man muß das Triviale benutzen, um das Erhabene auszudrücken: Das ist die wahre Kunst!" Adolph Menzel (1815–1905)