Spektakulärer Neuankauf: Das Museum für Gegenwartskunst in Siegen erweitert seine berühmte Bacon-Sammlung.

Gerade erst hat die Siegener Mäzenin Barbara Lambrecht-Schadeberg insgesamt 40 Werke aus ihrer privaten Kunstsammlung versteigert – für rund 20 Millionen Euro. Zugute kommen soll der Erlös der von Lambrecht-Schadeberg finanzierten Rubenspreis-Sammlung im Museum für Gegenwartskunst in Siegen. Langfristig wolle sie damit Werke der künftigen Rubenspreisträger ankaufen: "Ich habe ein sehr gutes Leben gehabt, und ich nehme diesen Eigentumsgedanken des Grundgesetzes ernst, die Verpflichtung zum Gemeinnutz", erklärte sie ihre Motive im Gespräch mit dem WDR. Doch nicht nur damit hat das Siegener Museum einen Glücksfall erlebt.

Schon am 7. Mai kann das Haus auch ein neu erworbenes Bacon-Gemälde vorstellen, das sechste in der Sammlung. Mit ihm eröffnen Steffen Mues, Bürgermeister der Stadt, Eva Schmidt, Direktorin des Museums, und Christian Spies, Kurator der Sammlung, an diesem Tag um 12 Uhr die Ausstellung "6 x Francis Bacon ... und andere Höhepunkte der Sammlung Lambrecht-Schadeberg", die repräsentative Werke aus allen Schaffensphasen Bacons umfasst.

Zum Programm dieses Tages gehören halbstündliche Kurzführungen über das Menschenbild Bacons um 13.30, 14, 14.30 und 15 Uhr sowie "Sehen und Zeichnen: Francis Bacon und Maria Lassnig", "Bilduntersuchung und Gespräch" mit Kunstpädagogin Gerlinde Liebing um 15.30 Uhr.

Zugleich wird mit dieser Eröffnung auch das 25-jährige Bestehen der Sammlung Lambrecht-Schadeberg mit weiteren Neuerwerbungen gefeiert, darunter Arbeiten von Emil Schumacher, Fritz Winter, Lucian Freud und Bridget Riley.

Fotos: © The Estate of Francis Bacon. All rights reserved. VG Bild-Kunst, Bonn 2017/Christian Wickler