Wie komme ich von A nach B? Wo muss ich umsteigen? Und welches Ticket brauche ich? Wer selten Bus und Bahn fährt, findet auf diese Fragen meist nicht so schnell eine Antwort. Abhilfe kann ein Mobilitätstraining schaffen. Es richtet sich an Senioren und Menschen mit körperlichen Einschränkungen und wird von den meisten Verkehrsbetrieben angeboten.

"Der Besuch einer solchen Schulung ist empfehlenswert", sagt Philipp Kosok, Referent für Verkehrspolitik beim Verkehrsclub Deutschland e. V. (VCD). Der gemeinnützige Verband unterstützt verschiedene Projekte zur Förderung der Mobilität von Senioren und hat schon viel positive Resonanz auf die Trainingsangebote erhalten. "Besonders für Menschen, die öffentlichen Verkehrsmitteln lange den Rücken gekehrt haben, ist es sinnvoll, sich die Abläufe einmal zeigen zu lassen. Dies kann Unsicherheiten vertreiben", betont der Experte.

Zu den Inhalten eines Mobilitätstrainings gehören unter anderem die Erklärung der verschiedenen Signale, Schilder und Sicherheitseinrichtungen, Hilfestellung für sicheres Einund Aussteigen, auch mit Gehhilfen, sowie der Umgang mit Fahrplänen und Ticketautomaten. Viele Verkehrsbetriebe beantworten Fragen auch telefonisch. Benötigt ein Fahrgast Begleitung, so gibt es auch da Unterstützung seitens der Unternehmen.

"Die EVAG in Essen etwa, aber auch viele andere Betriebe bieten sogar an, Fahrgäste, die auf Hilfe angewiesen sind, an der Haustür abzuholen. Hier sind die Verkehrsunternehmen enorm nah an den Kunden", betont Kosok. Der Begleitservice sollte mindestens einen Tag vor der gewünschten Fahrt bestellt werden. Einen ähnlichen Dienst bietet die Deutsche Bahn für Reisende an, die Hilfe beim Ein- und Aussteigen oder anderweitige Hilfe wegen körperlicher Einschränkungen benötigen.