Im Herbst und Winter stellt sich die Haut um und wird trockener. Peelings können helfen und für eine frische Ausstrahlung sorgen.

Spürbar glatte, ebenmäßige Haut und ein strahlender Teint: Peelings gelten als kosmetische Wunderwaffe und versprechen eine sichtbare Verbesserung des Hautbildes. Allerdings sind die Methoden vielfältig und nicht jede Variante ist für jeden Hauttyp geeignet. Zum einen gibt es chemische Peelings, die im Kosmetikinstitut oder in einer dermatologischen Praxis durchgeführt werden. Dabei wird Säure in einer individuell abgestimmten Konzentration auf die Haut aufgetragen.

Die sanfteste Methode ist das Fruchtsäure-Peeling, bei dem sich die obersten Hornzellen ablösen. "Die Haut wirkt frischer, rosiger und glatter, sogar kleine Fältchen und Pigmentflecken können gemindert werden", sagt Dr. Anne Hundgeburth, Hautärztin aus Köln. Das oberflächliche Peeling sei im Grunde für jeden Hauttyp geeignet. Eine Sitzung kostet zwischen 40 und 80 Euro und wird in der Regel alle sechs Wochen durchgeführt. Aggressiver ist die Variante des Trichloressigsäure-Peelings, das die oberen Hautschichten abträgt. In geringer Konzentration dürfen medizinische Fachkosmetikerinnen es unter Arztaufsicht als oberflächliches Peeling einsetzen.

Diese Methode kann beispielsweise Akne-Narben mindern oder die Haut straffen. Die Kostenspanne liegt bei etwa 70 bis 350 Euro. Natürliche Zutaten Damit bei den chemischen Peelings nichts schiefläuft, rät Dr. Hundgeburth dringend von Experimenten im eigenen Badezimmer ab. "Die Ausführung sollte unbedingt einem Experten überlassen werden, denn eine falsche Anwendung kann schwere Hautschäden verursachen." Was sich hingegen gut zuhause durchführen lässt, sind Anwendungen gut verträglicher Fruchtsäure-Cremes, die das chemische Peeling ergänzen.

Gute Ergebnisse lassen sich auch mit Produkten aus natürlichen Inhaltsstoffen erzielen, sagt Heilpraktikerin Katrin Schmalhaus. Sie hat eine differenzierte Meinung zu selbstgemachten Peelings aus Zutaten wie Zucker, Meersalz, Mandelkleie oder Kaffeesatz, die meist mit Honig, Öl oder Quark angemischt werden. "Wer eine unkomplizierte Haut hat, kann damit sicher nicht viel falsch machen“, sagt die Naturkosmetik-Expertin. „Dünne, ge- rötete oder leicht entzündliche Haut hingegen kann durch Rubbel-Peelings Schaden nehmen." Katrin Schmalhaus rät daher, vor dem Anrühren medizinischen Rat einzuholen.