Fitter, leichter, gesünder durchs Leben gehen: Zu diesem Zweck setzen viele Menschen zunehmend auf bislang eher wenig bekannte Nahrungsmittel. prisma stellt eine kleine Auswahl der Superfood-Palette vor.

Superfood – der Begriff steht für gesunde Ernährung und meint in der Regel pflanzliche Nahrungsmittel, vor allem exotische Früchte, Kerne und Samen. Sie gelten als besonders nährstoffreich und enthalten meist viele Vitamine, Proteine, Enzyme und Antioxidantien. Neben Açaí, Aronia, Baobab, Edamame, Goji, Jackfrucht und Chia-Samen fallen auch Algen wie Spirulina und Matcha unter Superfood. prisma hat sich einige der exotischen Früchte genauer angesehen und stellt ihre Vorzüge vor.

Ihre Ökobilanz kann allerdings nicht ganz mit dem Gesundheitspotenzial mithalten: Verglichen mit regionalem Obst und Gemüse legt Superfood aufgrund seiner Herkunft aus fernen Ländern meist eine deutlich längere Reise zurück, bis es auf unseren Tellern landet. Zum Einsatz kommt Superfood unter anderem bei Detox-Kuren. Bei dieser Ernährungsform geht es vor allem darum, den Körper zu entgiften und den Stoffwechselorganen eine Auszeit von stark säure-, fett- und zuckerhaltiger Nahrung zu gönnen, die auf Dauer zu Beschwerden wie Darmträgheit führen kann. Auf Detox-Speiseplänen stehen auch Alternativen zu Industriezucker wie etwa Kokosblütenzucker und Ahornsirup. Und als Schokoladen-Alternative ist die Schwarze Sapote im Kommen.

Açaí: gesunde Palmbeere

Die Açaí ähnelt der Heidelbeere. Hierzulande findet man die Palmbeere in gut sortierten Supermärkten, etwa als Pulver, Saft und Fruchtaufstrich. Weil sie unter anderem Kalzium, Mineralstoffe und Vitamine enthält, eignet sie sich besonders gut für ein naturbelassenes Frühstücksmüsli oder als Snack.

Baobab: Superfood aus Afrika

Die bis zu 40 Zentimeter lange Frucht wird überwiegend vom Afrikanischen Affenbrotbaum geerntet. Ihr samenhaltiges Inneres ummantelt weißes Fruchtfleisch. Drin stecken hohe Anteile an Ballaststoffen, Eisen, Kalzium und Vitamin C. Das Fleisch wird unter anderem zu Saft verarbeitet oder zu Pulver für Smoothies und Quarkspeisen.

Jackfrucht: vielseitiger Riese

Die Jackfrucht ist je nach Erntezeitpunkt grün, gelb oder braun. Erhältlich ist die große Tropenfrucht hierzulande in der Dose – roh, gegart, salzig oder süß eingelegt – und getrocknet. Auch zu Desserts und Chips lässt sich Jackfrucht verarbeiten. Die großen Kerne werden außerdem zu Mehl gemahlen.

Edamame: Soja satt

Die jungen, unreif in der Schote geernteten Sojabohnen sind arm an Kalorien, dafür umso reicher an Proteinen und halten lange satt. Auch viele Vitamine und Ballaststoffe stecken in der grünen Bohne. Sie schmeckt nussig-süßlich, als purer Snack, Suppe oder Püree. Die Hülse ist nicht essbar.

Schwarze Sapote: Schokoersatz

Obst mit Schokopudding-Geschmack – für die apfelartige Schwarze Sapote mit ihrem cremigen Fruchtfleisch gilt: je reifer, desto brauner. Man kann sie wie Avocado roh löffeln, aber auch fein mixen, für Shakes oder Quarkspeisen.