Eingeschmuggelte VHS-Tapes von Hollywoodfilmen erweckten die Bedürfnisse vieler Rumänen. Sie sollen auch ihren Beitrag zur Revolution im ehemaligen Ostblock-Staat geleistet haben, wie ein Film bei ARTE nun zeigt.

Bis 1989 steckte Rumänien unter einem dichten Vorhang. Staatspräsident Nicolae Ceausescu (1918 – 1989) hatte sein Land vehement gegen äußere Einflüsse abgeriegelt – vor allem die aus dem Westen. Nur aber eins hatte er zwischen Personenkult und Staatspropaganda im TV vergessen: VHS!

Die Videotapes, damals vielfach und schlecht kopiert, drangen auch in sein Reich der vermeintlich Unwissenden ein. Ein Schmuggler wie Teodor Zamfir brachte Hollywoodfilme ins abgeschottete Land. Tausendfach wurden sie kopiert. Rumänen konnten bei Filmen mit Sylvester Stallone oder Arnold Schwarzenegger sehen, dass die Hollywood-Haudraufs nicht nur zuschlagen können. Vielmehr erkannten sie in Hintergrundaufnahmen, dass die Supermarkt-Regale prall gefüllt waren. Das weckte Begehrlichkeiten, die Menschen träumten von Freiheit und von Konsum. Eine Revolution bahnte sich so ihren Weg.


Quelle: teleschau – der Mediendienst