In seinem Alter lassen es andere schon mal ruhiger angehen. Dieter Hallervorden hingegen feierte mit 79 seinen bisher größten kommerziellen Erfolg: Über sieben Millionen Besucher sahen im Kino Til Schweigers Dramödie "Honig im Kopf" (2014) – und erlebten den Berliner Schauspieler und Kabarettisten in Bestform. In dem Film, den SAT.1 nun als weihnachtliche Free-TV-Premiere zeigt, spielt Hallervorden den Rentner Amandus. Der ältere Herr ist allerdings lange nicht mehr so fit wie Hallervorden selbst: Amandus leidet an Alzheimer.

Als es so schlimm wird, dass man Amandus ein selbstständiges Leben nicht mehr zutraut, holt Sohn Niko (Til Schweiger, der auch Autor, Produzent und Regisseur ist) Amandus zu sich. Je weiter der alte Herr jedoch ins Nichts abdriftet, desto mehr drängt sich eine Verlegung ins Heim auf. Gegen diesen Schritt sträubt sich der Oldtimer selbst jedoch ebenso wie Enkelin Tilda (Emma Schweiger).

Gerade im Zusammenspiel dieser beiden Figuren lässt Til Schweiger herzzerreißende Szenen entstehen. Überhaupt deckt der Film, der oft albern, aber nie respektlos wirkt, ein beachtliches emotionales Spektrum ab. Tragik und Humor liegen in "Honig im Kopf" ganz eng beieinander – und Dieter Hallervorden weiß das eine wie das andere stets würdevoll zu transportieren. Kritik musste der Film allerdings auch einstecken. Das Drama verharmlose Alzheimer, lautete ein häufig geäußerter Vorwurf.

Dennoch: "Honig im Kopf" hatte nicht nur in Deutschland Fans, offenbar fand auch Hollywood-Star Michael Douglas Gefallen an dem Film. Der 73-Jährige sollte ursprünglich im US-Remake "Head Full of Honey" die Hauptrolle übernehmen, sagte dann aber doch aus Zeitgründen ab. Wie "Bild" unlängst berichtete, sei nun aber mit Tom Hanks ein zwar jüngerer, aber nicht weniger prominenter Ersatz im Gespräch. Bestätigt hat das Til Schweiger, der auch in der US-Version Regie führen will, allerdings noch nicht.


Quelle: teleschau – der Mediendienst