Günther Jauch begrüßte bei "Wer wird Millionär?" schräge Kandidatinnen. Eine Buchhalterin beantwortete die Auswahlfrage blind. Eine bayerische Bierbloggerin scheiterte an der Abkürzung "R2G".

Der Zufall meinte es gut mit Nadine Striedinger aus Blankenfelde-Mahlow. "Ich habe einfach irgendwas eingetippt", gestand sie Moderator Günther Jauch nach der Auswahlfrage. Nachdem sie die Chance von 1:24 genutzt hatte, war ihr Spielglück auf dem Ratestuhl allerdings aufgebraucht.

Kandidatin war "schönstes Baby Berlins"

Weil Nadine Striedinger von einer Zeitung zum "schönsten Baby Berlins" gekürt wurde, hatte die Familie seinerzeit etwas Geld gewonnen. Definitiv leichter verdientes Geld, als ihr Gewinn am Montagabend. Runde für Runde hangelte sie sich allein mit Jokern weiter. Bei 4000 Euro war der Publikumsjoker fällig, weil sie nicht wusste, dass der amerikanische Vize-Präsident Mike Pence heißt.

Auch die 16.000-Euro-Frage konnte die Buchhalterin nicht alleine beantworten. Sie wusste nicht, dass Emma Watson in der Realverfilmung von "Die Schöne und das Biest" mitspielt. "Das wird wohl nichts", stichelte Jauch, doch ihr Telefonjoker half. Striedingers Fazit: "Ich hätte vorher die 'InTouch' lesen sollen, dann hätte ich es gewusst."

Berlinerin schüttet Spaghetti auf Til Schweiger

Striedinger sagte sie sei Fußballfan, doch ihr Auswärtsspiel in Köln endete mit einer Fußballfrage. "Welcher Spieler wurde in Deutschland, Spanien und Italien Meister?", wollte Jauch wissen. A) Mesut Özil, B) Mats Hummels, C) Miroslav Klose oder D) Sami Khedira? Eigentlich stand schnell fest, dass es Sami Khedira (VfB Stuttgart, Real Madrid und Juventus Turin) sein musste. Doch die Kandidatin traute sich nicht.

Trotz großer Wissenslücken gewann sie 16.000 Euro. "War ja ganz nett mit Ihnen", watschte Jauch sie noch ab. Mehr als "ganz nett" war dann auch ihre Anekdote nicht. Striedinger habe Til Schweiger einmal Spaghetti auf das Hemd geschüttet. Der Schauspieler habe gelassen reagiert und ihr sogar eine neue Portion Nudeln spendiert. Wie nett.

Bierbloggerin folgt ihrem Bruder

Ganz anders präsentierte sich die nächste Kandidatin. Mit zünftigem, bayerischem Akzent stellte sich die Regensburgerin Eva-Maria Faltermeier vor. Als Social Media Referentin betreibt sie einen Bier-Blog. Auch ihr Bruder hatte es schon einmal in die Sendung geschafft und damals 64.000 Euro gewonnen. Seine Schwester quizzte zu Beginn ähnlich souverän. Hilfe brauchte sie erst auf der 4000-Euro-Stufe: "Bei welcher Sportart sind Linkshänder benachteiligt, da nur mit der rechten Hand gespielt werden darf?" Zwischen Beachvolleyball, Golf, Polo und Rugby stimmten 91 Prozent des Publikums richtig ab – und zwar für Polo.

Ihren letzten Joker zückte Faltermeier für die Frage, den Einfluss welcher Stoffe der "glykämische Index" beschreibt. Der "GI" gibt an, wie schnell der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel ansteigt. "Kohlenhydrate" war also die richtige Antwort, die ihr 16.000 Euro bescherte.

Bayerin kennt "R2G" nicht

Kein Wunder, hätte man denken können, als Eva Maria Faltermeier ratlos über den Begriff "R2G" grübelte. Wer aus Berlin, Thüringen oder NRW kommt, hätte das wohl gewusst. Denn "R2G" steht für die Regierungskoalition "Rot-Rot-Grün" – damit allerdings auch für eine politische Utopie in Faltermeiers Heimat Bayern, wo die CSU regiert. Damit hat das Geschwisterpaar zusammengerechnet 80.000 Euro bei Günther Jauch abgeräumt.

Die dritte Kandidatin, Martina Lang, blieb weniger in Erinnerung, weil sie ziemlich glücklos 500 Euro gewann. Vor allem ihre skurrilen Tattoos verblüfften Moderator Günther Jauch. Die gebürtige Kölnerin hat sich die Koordinaten des Kölner Doms und die Unterschriften ihrer Eltern in den Nacken tätowieren lassen.

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