MDR-Krimipause

Jan Josef Liefers kritisiert "Tatort"-Pause – und verweist auf AfD-Pläne

15.08.2026, 10.53 Uhr
Jan Josef Liefers zeigt wenig Verständnis für die vom MDR beschlossene dreijährige Pause der Krimiserien "Polizeiruf 110" und dem "Tatort" in Dresden. Im Podcast "Lanz + Precht" äußert er deutliche Kritik an dieser Entscheidung, die als Sparmaßnahme begründet wurde. Auch Markus Lanz ist schockiert.
Jan Josef Liefers
Jan Josef Liefers hat sich zu den abgesetzten MDR-Krimis geäußert.  Fotoquelle: 2020 Getty Images/Adam Berry

Der MDR hat die Produktion der Krimireihen "Polizeiruf 110" aus Magdeburg und "Tatort" aus Dresden für drei Jahre ausgesetzt – begründet als Sparmaßnahme. In der neuen Folge des Podcasts "Lanz + Precht", in der es vor allem über eine mögliche AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt nach der Landtagswahl am 6. September geht, übt Jan Josef Liefers deutliche Kritik an der Programmstreichung.

Jan Josef Liefers vergleicht ARD-Vorgehen mit AfD-Plänen in Sachsen-Anhalt

"Das habe ich gar nicht verstanden. Man würde doch denken, dass es eher die totalitäre AfD wäre, die solche rabiaten Dinge tut", sagte der Professor-Boerne-Darsteller aus dem Münster-"Tatort". "Jetzt macht es die ARD selbst, also die Anstalt sozusagen im Land Sachsen-Anhalt." Damit nahm Liefers Bezug auf das Vorhaben der AfD in Sachsen-Anhalt, im Falle einer Regierungsmehrheit nach der Landtagswahl die Rundfunkverträge zu kündigen.

Auch Markus Lanz zeigt sich schockiert vom Vorgehen der Öffentlich-Rechtlichen: "Wenn du eine vergleichsweise große Summe Geld zur Verfügung hast jedes Jahr und dann dennoch nicht mehr in der Lage bist, deine stilprägenden Programme weiterzuführen, für die die Leute ja im Zweifel auch bezahlen, dann musst du dir doch die Frage stellen, wie das eigentlich sein kann." Für den Polit-Talker ist klar: Der Rundfunk müsse sich dringend reformieren.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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