Nach Fan-Kritik und Petition: RTL äußert sich zu "Unter uns"-Aus
Nach den Protesten vieler Fans hat RTL noch einmal auf das geplante Aus von "Unter uns" reagiert. Der Sender zeigt in einer Meldung Verständnis für die Kritik und verspricht einen gemeinsamen Abschied – Hinweise auf einen Rückzieher vom Serien-Aus gibt es bislang aber nicht.
"Dass ihr enttäuscht, traurig oder auch sauer seid, können wir verstehen. "Unter uns" gehört seit mehr als 30 Jahren zu RTL und für viele von euch zum Alltag", heißt es in der Mitteilung. Die verbleibende Zeit solle genutzt werden, "um die Serie und ihren Abschied gemeinsam mit euch zu würdigen".
Der Zeitplan steht bereits fest: Gedreht wird noch bis Ende des Jahres, danach werden keine weiteren Folgen mehr produziert. Im Fernsehen und bei RTL+ bleibt "Unter uns" dann noch bis März 2027 zu sehen.
"Unter uns" Absetzung: RTL verspricht Abschied bis März 2027
Auf dem offiziellen Serien-Kanal hatte RTL kürzlich das Ende der Serie bekannt gegeben. "Das, was wir euch heute sagen müssen, fällt uns alles andere als leicht", steht dort. "Nach 32 Jahren Liebe, Freundschaften, Intrigen, Lachen und Weinen ist es vorbei."
Die Reaktionen der Fans folgten prompt: Über Change.org läuft derzeit eine Unterschriftenaktion, die das Aus doch noch stoppen soll. Bereits nach einem Tag kamen über 1500 Unterschriften zustande (Stand 2. September). In den Kommentarspalten äußerten sich zahlreiche Fans enttäuscht und verärgert: "RTL, ihr macht einen sehr großen Fehler! "Unter uns" ist nicht einfach nur irgendeine Serie. Sie ist für viele Menschen seit Jahren ein fester Bestandteil ihres Lebens." Weitere Kommentare lauteten: "Hauptsache genug Hartz4-TV" und "Die Einstellung beweist erneut: RTL will noch tiefer sinken."
Diese Gründe nennt RTL für das "Unter uns"-Aus
Bei der Begründung bleibt RTL recht vage: Der Sender nennt einen Umbau des Nachmittags- und Vorabendprogramms als Grund. Hinzu kommen laut RTL veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Daily-Soaps sowie ein gewandeltes Nutzungsverhalten der Zuschauer.
Die UFA ist für die Produktion der Serie verantwortlich und stellt gemeinsam mit RTL ein großes Finale in Aussicht. Parallel hat das Unternehmen angekündigt, zu überprüfen, ob und wie "Unter uns" auch nach dem RTL-Aus fortgesetzt werden könnte. Konkrete Ergebnisse sind allerdings noch nicht bekannt.
Das sagt Stephen Dürr zum Aus
Auch der ehemalige "Unter uns"-Darsteller Stephen Dürr hat sich auf Instagram geäußert. Der 52-Jährige gehörte als Till Weigel zum ursprünglichen Cast der Soap: "Sehr schade. Bei "Unter uns" / RTL hatte alles für mich begonnen. Alles Liebe und Gute all den Menschen vor und hinter den Kameras". An anderer Stelle erklärte er: "Es war ein prägendes Stück meines Lebens. Nach 32 Jahren das Ende zu sehen, macht mich natürlich wehmütig."
Auch an seine eigene Rolle in der Anfangszeit erinnerte der Schauspieler: "Ich bin stolz und dankbar, bei den ersten 500 Folgen dabei gewesen zu sein und ein kleines Stück dieser Fernsehgeschichte mit meinen damaligen Kolleginnen und Kollegen mitgeschrieben zu haben."
"Unter uns" 2027: Lange TV-Geschichte in der Schillerallee endet
Schauplatz der Serie ist die fiktive Schillerallee in Köln; das Format läuft bereits seit 1994 bei RTL. Nach "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" ist "Unter uns" die zweitälteste noch laufende tägliche RTL-Soap. In den 90er- und 2000er-Jahren erreichte sie bei den 14- bis 49-Jährigen immer wieder Marktanteile deutlich jenseits der 20 Prozent – später gingen die linearen Quoten dann langsam zurück.
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