Giulietta Masina

Die Rolle der Gelsomina in "La Strada" machte sie berühmt: Giulietta Masina Vergrößern
Die Rolle der Gelsomina in "La Strada" machte sie berühmt: Giulietta Masina
Giulia Anna Masina
Geboren: 22.02.1920 in Giorgio di Piano, Italien
Gestorben: 23.03.1994 in Rom, Italien

Ursprünglich hatte Giulietta Masina in Rom Literatur studieren wollen, doch schon bald schloß sie sich einer Schauspielertruppe an. In den frühen 40er Jahren waren Radioserien sehr beliebt. Für die Serie "Cico e Pallina" suchte ein junger Nachwuchsautor gerade eine Darstellerin für die weibliche Titelrolle. Dieser Autor sah Giulietta Masina auf der Bühne und war begeistert; er engagierte sie. Sein Name war Federico Fellini.

1943 heirateten die beiden, und im Gegensatz zu den weitaus meisten ihrer Kollegen aus der Filmbranche blieben sie es ein halbes Jahrhundert lang, bis zu Fellinis Tod. Unter ihrem Ehemann spielte sie auch ihre bekanntesten Rollen. Er war es auch, der sie Mitte der Vierzigerjahre zum Film brachte. Man sah Giulietta Masina kurz in Roberto Rossellinis Episodenfilm "Paisa" (1946), zwei Jahre später hatte sie die Hauptrolle in Alberto Lattuadas "Ohne Gnade". Für diesen und ihren nächsten Film, "Lichter des Varieté" (1950, Regie: Lattuada und Fellini) wurde sie jeweils als beste Charakterdarstellerin mit dem italienischen Silberband ausgezeichnet.

Obwohl Giulietta Masina neben ihrer Filmkarriere auch stets viel Theater spielte, wurde und wird sie im Ausland nach wie vor mit den Rollen in den großen Fellini-Filmen identifiziert. Nach "Europa 51" von Roberto Rossellini spielte sie in "Die bittere Liebe" (1951) und "Der weiße Scheich" (1952), Fellinis beiden ersten Solo-Regie-Arbeiten. Danach hinterließ sie großen Eindruck in dem Oscar-Gewinner "La Strada - Das Lied der Straße" (1954) an der Seite von Anthony Quinn.

Weitere Filme für Fellini waren "Die Schwindler" (1955) und "Die Nächte der Cabiria" (1957), für den Giulietta Masina in Cannes als beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde. 1965 drehte sie mit Fellini die freudianische Symbol-Orgie "Julia und die Geister", danach war sie 1985 noch einmal in "Ginger und Fred" neben Marcello Mastroianni zu sehen.

Obwohl Fellini ihre stets zwischen komisch und rührend pendelnde Erscheinung am besten einzusetzen wusste, bot Giulietta Masina auch in Filmen anderer Regisseure gute Leistungen. Bei Luigi Comencini agierte sie in dem Gangsterfilm "Geschlossene Gardinen" (1950), unter Carlo Lizzani spielte sie in dem neorealistischen und sozialkritischen Kriminalfilm "Am Rande der Großstadt" (1952), für Giuseppe Amato trat sie in dem sentimentalen Hurendrama "Die Verrufenen" (1954) auf, auch hier mit ihrem "La Strada"-Partner Anthony Quinn. In der Komödie "Gute Nacht, Herr Anwalt" (1955) von Giorgio Bianchi war der beliebte Komiker Alberto Sordi ihr Mitstreiter.

"Fortunella" (1957), ein Film über ein Mädchen aus den römischen Elendsvierteln, wurde von Eduardo di Filippo nach einem Drehbuch von Federico Fellini inszeniert, das dieser ganz auf seine Frau zugeschnitten hatte. "Hölle in der Stadt" (1958) von Renato Castellani war ein harter, realistischer Film über ein Frauengefängnis; hier spielte Giulietta Masina neben Anna Magnani.

Ende der Fünfzigerjahre führte sie ihre Karriere auch nach Deutschland. Zunächst wirkte sie in "Jons und Erdme" (1959) von Victor Vicas mit, umgeben von einer internationalen Starbesetzung, zu der Karin Baal, Richard Basehart (auch er spielte schon in "La Strada" mit), Gert Fröbe und Dietmar Schönherr zählten. "Das kunstseidene Mädchen" (1960) von Julien Duvivier war eine weitere deutsche Produktion, und sie ist keinesfalls ein Ruhmesblatt in Giulietta Masinas Karriere, darstellerisch gesehen wahrscheinlich der Tiefpunkt.

Nach 1960 machte sie sich im Kino rar. Gelegentliche Auftritte hatte sie - neben den erwähnten Fellini-Filmen - 1967 in "Non stuzzicate la Zanzara" von Lina Wertmüller und in ihrem einzigen englischsprachigen Film "Die Irre von Chaillot" (Regie: Bryan Forbes). Hier spielte sie an der Seite von Katharine Hepburn, Charles Boyer, Yul Brynner, Richard Chamberlain, Donald Pleasance und Danny Kaye. Eine hübsche Altersrolle bot ihr 1984 der deutsch-tschechisch-österreichische Märchenfilm "Frau Holle" von Juraj Jakubisco. Ihren letzten Auftritt hatte sie 1991 in der mäßigen Komödie "Benjamin" von Jean-Louis Bertuccelli.

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