Jayne Mansfield

Starb wie Marilyn Monroe keines natürlichen Todes: Jayne Mansfield Vergrößern
Starb wie Marilyn Monroe keines natürlichen Todes: Jayne Mansfield
Vera Jayne Palmer
Geboren: 19.04.1933 in Bryn Mawr, Pennsylvania, USA
Gestorben: 29.06.1967 in Slidell, Louisiana, USA

Sie war eines der Sexsymbole der Fünfzigerjahre: Jayne Mansfield. Die Tochter eines Anwalts, der starb, als sie sechs Jahre alt war, zog danach mit der Mutter und der Familie nach Dallas (Texas) um. Die junge Jayne besuchte die Southern Methodist University und nahm an diversen kleinen Theaterprojekten teil.

Schon mit 17 Jahren kam sie das erste Mal unter die Haube: Am 10.5.1950 heiratete sie Paul Mansfield, mit dem sie schon im Januar durchgebrannt war. Bereits im Herbst 1950 war das erste Baby da: Am 8.11.1950 wurde ihre Tochter Jayne Marie geboren. Zum Theater zog es Mama Jayne allerdings auch weiterhin, wobei sie wie eine Indianerin ihr Baby auf den Rücken schnallte, um an den Proben teilnehmen zu können. Ihre Ausbildung bekam sie an der Drama School der University of Texas.

Im Theater sah man sie zunächst allerdings nicht auf der Bühne, sondern als Süßigkeitenverkäuferin. 1951 spielte sie in Austin ihre erste Rolle in dem Stück "Ten Nights in a Barroom". Sie fiel einem TV-Produzenten auf und war in kleinen Rollen oder in Käsekuchen-Werbespots auf dem Bildschirm zu sehen. Nebenbei arbeitete sie als Fotomodell. Im Februar 1955 war sie Playmate des Monats im "Playboy". Auf Angebote vom Film brauchte sie mit den Maßen 103-54-91 nun nicht mehr zu warten. Danach wurde sie in zahlreichen Filmen neben Marilyn Monroe zu Amerikas bekanntestem Sexsymbol aufgebaut. Ihre ersten Kinofilme waren "Es geschah in einer Nacht" (1955) und "Blutige Straßen" (1955).

Obwohl Jayne Mansfield angeblich einen sagenhaften IQ von 163 besaß, wurde sie in ihren Filmen meist als dummes Blondchen eingesetzt. Sie arbeitete viel mit dem Slapstickregisseur Frank Tashlin zusammen, mit dem sie einen ihrer besten Filme machte, "Sirene in Blond" (1957). Am 8.1.1958 wurde sie von Paul Mansfield geschieden, und schon fünf Tage später heiratete sie das Muskelpaket Mickey Hargitay, mit dem sie drei Kinder haben sollte: Micklos (21.12.1958), Zoltan Hargotay (1.8.1960) und Marishka (24.1.1964).

Ihre zweite Ehe war für die Boulevardpresse ein gefundenes Fressen. Diverse Skandale führten dazu, dass sowohl Warner Bros. als auch die 20th Century Fox ihre Verträge nicht verlängerten. Danach erschien sie, teilweise neben ihrem Ehemann, in europäischen Billigfilmen wie "Die Liebesnächte des Herkules" (1961). Auch in der deutschen Produktion "Heimweh nach St. Pauli" von Werner Jacobs taucht sie auf. Am 26.8.1964 ließ sie sich auch von Mickey Hargitay scheiden, um bereits knapp einen Monat den Regisseur und Drehbuchautor Matt Cimber zu heiraten, einen ausgesprochenen Schrott-Spezialisten. So wurde Cimber 1981 gleich dreimal für den berüchtigten Razzie Award nominiert, in den Kategorien schlechteste Regie, schlechtester Film und schlechtestes Drehbuch für "Butterfly" mit Pia Zadora.

Die Ehe hielt ohnehin nicht lange; kaum zwei Jahre später ließ Jane Mansfield sich zum dritten Mal scheiden. Zwischenzeitlich hatte Jayne Mansfield 1965 eine TV-Show im Fernsehen, bemerkenswerte Filmrollen sprangen nicht mehr für sie heraus. Im Sommer 1967 starb sie bei einem Autounfall. Es hielt sich hartnäckig das Gerücht, sie sei dabei enthauptet worden, dabei war nur ihre blonde Perücke fliegen gegangen. 1980 wurde ihr Leben verfilmt. In dem TV-Film "The Jayne Mansfield Story" von Dick Lowry spielte Loni Anderson die Titelrolle, als ihr Ehemann Hargitay war kein Geringerer als Arnold Schwarzenegger zu sehen.

Einige ihrer Filme: "Schakale der Unterwelt" (1955), "Ein Toter lügt nicht" (1956), "Schlagerpiraten" (1956), "Wo alle Straßen enden" (1957), "Sheriff wider Willen" (1959), "Zu heiß zum Anfassen" (1960), "Sie pfiff und die Kerle kuschten" (1960), "Der tanzende Gangster" (1961), "Es geschah in Athen" (1962), die TV-Serie "Burke's Law" (1963 bis 1966) und "Primitive Liebe" (1965).


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