In diesem Fall geht es für König und Bukow in die Ultra-Szene – und um die Liebe.

Katrin König (Anneke Kim Sarnau) ist zurück. Am Ende des letzten Falls war das noch offen. Nachdem die Ermittlerin fast vergewaltigt worden war, hatte sie sich eine Auszeit genommen. Auch ein Jobangebot des LKA deutete auf ein mögliches Aus der Rolle hin.

So sind nicht nur die treuen Polizeiruf-Zuschauer erleichtert, als Katrin König in den ersten Minuten der Folge "Einer für alle, alle für Rostock" an ihren Arbeitsplatz kommt. Die Kollegen freuen sich ebenfalls, sind aber zugleich überfordert mit der Situation. "Wie geht es dir?", "Alles gut?" – selbst Alexander Bukow (Charly Hübner), der nie um einen Spruch verlegen ist, weiß nicht recht, was er sagen soll.

Die Nachricht eines neuen Falls unterbricht die peinliche Stille. Ein Fußballfan wird nach einer verabredeten Schlägerei zwischen zwei Ultra-Gruppierungen ermordet. Der erste Tatverdächtige ist schnell gefunden: ein Kopf der Rostocker Ultras, der gerade aus dem Gefängnis entlassen worden ist. Er war daran beteiligt, als ein Polizist ins Koma getreten wurde. Bukow und König ermitteln allerdings auch im eigenen Kreis nach möglichen Verwicklungen.

Dieser Polizeiruf bewegt sich auf einem schmalen Grat zwischen Vorurteil und Wirklichkeit. In manchen Szenen kippt vor allem die Gestaltung der Ultras ins Klischeehafte, in anderen gelingt dagegen eine glaubhafte Darstellung.

Immer schon sehr realistisch und in dieser Folge besonders stark: das Zusammenspiel von König und Bukow. Während die beiden am Anfang ihrer Zusammenarbeit nicht wirklich gut miteinander ausgekommen sind, hat sich mittlerweile eine Freundschaft entwickelt.

Kurz besteht Hoffnung auf mehr. Denn als König ihren Partner betrunken auf die Tanzfläche zieht, wittert der Zuschauer eine mögliche Liebesbeziehung. Doch am Ende gibt es kein Happy End. Weder für die Liebe noch für den Fall.