Gérard Lafayette lebt im New York der Endzeit. Die Welt um ihn herum ist von Zerfall und Barbarei geprägt. Gérard hat die menschliche Sprache längst verlernt, er kann sich nur pfeifend und grunzend artikulieren. Der alternde Vagabund Luigi Nocello vertraut ihm ein Affenbaby an, zu dem Gérard eine intensive, väterliche Beziehung aufbaut. Sein eigenes Kind, das bei seiner Frau Anjelica lebt, interessiert ihn nicht. Gérard träumt davon, das Fortbestehen der Menschheit mit Hilfe des Affenbabys zu sichern. Am Ende verschmilzt alles im Wachsfigurenkabinett...

Marco Ferreri, der 1997 verstorbene Altmeister der erotisch-satirischen Kinoprovokation ("Das große Fressen"), drehte "Affentraum" tatsächlich in Manhattan, das mit seinen Wolkenkratzern eine eindrucksvolle Kulisse bietet. Publikum und Kritik feierten den zivilisationskritischen Film, der 1978 in Cannes mit dem Spezial-Preis der Jury ausgezeichnet wurde.