Die junge Lucie vergöttert die Sängerin Lauren Waks, Fotos und Plakate füllen Lucies Zimmer aus. So will das junge Mädchen dem öden Kleinstadtleben entkommen. Eines Tages tritt die Sängerin auf unvorhersehbare Weise in Lucies Leben und facht deren fanatische Begeisterung noch mehr an. Kein Preis ist Lucie zu hoch, um ihrem Idol nah zu sein. In ihrer jugendlichen Naivität und abgöttischen Liebe für Lauren gleitet sie immer tiefer in die Welt des Stars, und zwischen den beiden entwickelt sich eine leidenschaftliche Hassliebe ...

Regisseurin Emmanuelle Bercot ("Viel zu jung") beschäftigt sich in ihrem oft nicht schlüssigen und zum Teil recht oberflächlichen Drama mit dem Starrummel und seinen Auswüchsen. Sicher ein interessantes und zeitgemäßes Thema, dessen Potential aber nicht ausgeschöpft wird. Emmanuelle Seigner, die hier alle Lieder selbst singt, gibt die mit vielen persönlichen und oft nichtigen Problemen beschäftigte Sängerin, deren Personenzeichnung zu oberflächlich bleibt und die den Zuschauer schon bald nicht mehr interessiert. Weitaus differenzierter ist die Figur der jungen Lucie gestaltet, die von Isild Le Besco ("Sade", "Marie und Freud", "Hier und jetzt", "Die Unsanfte") glaubhaft verkörpert wird. Sechs Jahre zuvor stand Le Basco übrigens schon für Bercots kurzen Liebesfilm "Kleines Herz" vor der Kamera.

Foto: arte F/Haut et Court