Im Paris der Belle Epoque hangelt sich der junge Georges Duroy durchs Leben und verfolgt dabei vor allem ein Ziel: möglichst schnell zu Reichtum, Ruhm und Einfluss zu kommen. Dank seines Charme wird der mittellose Außenseiter zum Liebling der feinen Pariser Damen, der vor allem die Ehefrauen einflussreicher Männer zu verführen versteht. So gelingt es ihm als "guter Freund“ der Damenwelt schnell als Journalist Karriere zu machen und dadurch recht bald auch Einfluss auf politische Geplänkel auszuüben. Für seine Machtspielchen gibt er sogar seine einzige Liebe auf ...

Eigentlich ist dies eine durchaus interessante Geschichte, die allerdings mit dem Hauptdarsteller steht und fällt. In diesem Falle ist der Fall recht tief. Denn "Twilight - Biss zum Morgengrauen"-Star Robert Pattinson wirkt hier ebenso blass wie als Vampir. Mit nur einem Gesichtsausdruck ausgestattet, glaubt man weder seine Liebe noch seine Skrupellosigkeit. Zudem dürften viele – vor allem reifere Frauen – beim Anblick dieses angeblich charmanten Verführers eher einen Würgereiz bekommen. So nützen hier die meist guten Nebendarsteller (etwa Christina Ricci, Kristin Scott Thomas, Colm Meaney und Philip Glenister) wenig, um die Aufmerksamkeit an diesem oft völlig unglaubwürdigem und zudem aufgesetzten Geplänkel aufrecht zu erhalten. Guy de Maupassant, Autor des berühmten Romans würde sich vor Gram im Grab herumdrehen.



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