Der jüdische Schriftsteller Max Kohn ist zwar schon recht betagt, aber noch ziemlich agil. Vor allem seine Phantasie hält ihn nicht davon ab, es immer noch als Womanizer zu versuchen. Dabei ist er sogar recht erfolgreich, auch wenn er dafür häufig andere Dinge vergisst oder liegen lässt. Vor allem wenn er sich auf eine Lesereise begibt, nutzt der Charmeur jede sich bietende Gelegenheit. Seine Frau allerdings versteht es glänzend, ihn stets in den prickelndsten Situationen mit ihren Kontrollanrufen zu nerven ...

Jan Schütte hat sich zwar eine witzige Geschichte ausgesucht, diese allerdings kaum im Griff: Der Hauptdarsteller ist zwar sympathisch, aber sicherlich nicht der große Womanizer, für den er hier verkauft wird. So wirken die Liebesabenteuer eines alten Mannes nach drei Kurzgeschichten von Literaturnobelpreisträger Isaac B. Singer völlig unglaubwürdig, zumal man nie genau weiß, was real sein soll und was reine Imagination ist. Ein guter Film über das Tabuthema Lust im Alter hingegen sieht anders aus.

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