Der eine tötet Menschen für Geld, der andere sich selbst wegen Selbstmitleid. Letzteres plant jedenfalls jener von einer schweren Seelenkrise gebeutelte Durchschnittsbürger, der in einem anonymen Hotelzimmer sein Leben auslöschen will. Da er jedoch ein echter Tölpel ist, erregt er dabei so viel Aufsehen, dass er seinen Zimmernachbarn erheblich stört. Der nämlich ist Berufskiller und will in aller Ruhe jemanden umnieten ...

Billy Wilders letzter Film ist ein Remake des französischen Films "Die Filzlaus" (1973) von Edouard Molinaro. Lino Ventura spielte darin Walter Matthaus Killer-Rolle, Jacques Brel den Part von Jack Lemmon. Für das eingespielte Komiker-Duo war die Geschichte wie maßgeschneidert. Billy Wilders Regie begnügt sich nicht damit, das Original neu zu bebildern. Der Altmeister der satirischen Komödie spickt sein Werk mit Seitenhieben gegen Polizei, Medien und allgemeine gesellschaftliche Absonderlichkeiten. Auch wer das sehenswerte Original schon kennt, wird hier genug neue Lacher entdecken. Etwas zweifelhaft erscheint dagegen der Einfall, Klaus Kinski mit sächsischem Dialekt zu synchronisieren. 2008 entstand unter der Regie von Drehbuchautor Veber übrigens unter dem Titel "Der Killer und die Nervensäge" eine eigene Variante der Geschichte.