Die Floristin und passionierte Krimi-Leserin Carla Fingerhut kann es mal wieder nicht lassen: Als sie in ihrer Heimatstadt Xanten das Hotel Mühlengrund für eine Hochzeit dekoriert, beobachtet sie tief in der Nacht, wie heimlich ein schwerer Sack, aus dem eine Hand heraus baumelt, weggeschafft wird. Für die Hobby-Detektivin steht fest: Hier liegt ein Kapitalverbrechen vor! Dass der vermeintliche Täter das wahrscheinliche Opfer erst einmal liegen lässt und die verblüffte Augenzeugin mit einem Messer verfolgt, erhärtet diesen Verdacht noch. Doch weder Carlas Freund Leonard noch der herbeigerufene Kommissar Mark van Bosch glauben ihr, und die Mordtheorien der forschen Laien-Fahnderin treiben beide an den Rand der Verzweiflung. Aber Carla wäre nicht Carla, wenn sie locker lassen würde ...

Nach einem Drehbuch des Autorenduos Arne Nolting und Jan Martin Scharf ("Wahrheit oder Pflicht") drehte Joseph Orr diese Krimikomödie, die Cordula Stratmann in ihrer ersten Hauptrolle zeigt. Allerdings weiß der Regisseur, der sich hier auf den Spuren berühmter Vorgängerinnen bewegt - man denke nur an Margaret Rutherford und Joan Hickson als Agatha Christies "Miss Marple", die unvergessene Evelyn Hamann in "Adelheid und ihre Mörder" oder auch Angela Lansbury in "Mord ist ihr Hobby" - dem Thema Hobbydetektivinnen nichts wirklich Neues abzugewinnen. Noch dazu spielt Stratmann hier nicht wirklich gut, so dass die Geschichte recht müde und langatmig daher kommt. In der Nebenrolle als Uli Wiesner ist Sebastian Münster zu sehen, der am 30. Oktober 2009 in Wiesbaden wegen besonders schweren Raubes und Vergewaltigung in zwei Fällen verhaftet wurde. Das Landgericht Bonn verurteilte ihn am 27. Mai 2010 zu sechseinhalb Jahren Haft.