Er ist das, was man allgemein als distinguierten Gentleman bezeichnet: Der Kunstkenner Harry Deans. Da er seit geraumer Zeit als Museumskurator für den reichen wie exzentrischen Sammler Lionel Shahbandar tätig ist und unter dessen Launen wie ungehobelten Verhaltensweisen leidet, hat er sich einen besonders perfiden Plan ausgedacht, um seinen Chef für die permanenten Erniedrigungen zu strafen: Mit seinem Kumpel, ein exzellenter Fälscher, und dem derb-dreisten Cowgirl PJ Puznowski will er Shabandar dazu bringen, einen falschen Monet für eine horrende Summe zu erwerben. Doch der ausgeklügelte Plan entwickelt bald ein ungeahntes Eigenleben ...

Nach einem Drehbuch der Coen-Brüder inszenierte Michael Hoffman ("Ein Sommernachtstraum", "Tage wie dieser") eine Heist-Komödie auf den Spuren von Blake Edwards' "Der rosarote Panther". Dank der gut aufgelegten Darsteller (auch wenn hier Peter Sellers unerreicht bleibt) und einiger skurriler Einfälle kommt die altbacken wirkende Story recht witzig rüber. Vom derb-schwarzen amerikanischen Humor einiger ihrer Werke (etwa "Fargo - Blutiger Schnee" oder "The Big Lebowski") sind die Coen-Brüder hier allerdings weit entfernt. Dennoch: wer spritzige Dialoge und seltsame Situationskomik mag, ist hier bestens aufgehoben. Das es sich um ein Remake des Michael-Caine- und Shirley-MacLaine-Streifens "Das Mädchen aus der Cherry-Bar" handelt, merkt man zum Glück kaum. Darüber dürfte nur der Kenner die Nase rümpfen.



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