Frank ist ein ambitionierter junger Medizinstudent, der keine Freunde hat und sich voll und ganz auf sein Studium konzentriert. Umso erfreuter ist er, dass er in einem recht ruhigen Haus wohnt, in dem er ohne Störungen seinen Studien nachgehen und für das Examen lernen kann. Doch mit der Ruhe ist es vorbei, als die neue Nachbarin Lotte einzieht, die tagsüber Kontakt zu Frank knüpfen möchte und ihn nachts am Schlafen hindert, weil sie lautstark Sex mit ihrem Freund hat. Als Frank eines Tages im Korridor des Hauses angegriffen wird, beginnt für ihn ein klaustrophobischer Albtraum ...

Das Regieduo Johan Lundborg und Johan Storm hat hier einen psychologischen Thriller geschaffen, der mit den ganz alltäglichen Ängsten spielt, die durchaus jeden heimsuchen können. Für die beiden Nachwuchsregisseure ist das Thema nicht neu. Beide studierten an der "Högskolan för Fotografi och Film" in Göteborg und lieferten 2004 im Rahmen ihres Filmstudiums eine Kurzversion des Films ab. Doch schnell stand fest, dass sich der Plot auch für eine Langversion eignet. Mit Peter Stormare, der Onkel von Johan Storm, konnte dafür sogar ein Darsteller gewonnen werden, der bereits den Sprung nach Hollywood geschafft hat. Doch trotz dieser Star-Power, hält sich Stormare dezent zurück, so dass der Thriller mehr durch das moralische Dilemma der Protagonisten lebt, als durch das darstellerische Übergewicht eines Einzelnen.



Foto: Barnsteiner