Ende des 19. Jahrhunderts trifft der Schönling Dorian Gray in London den charismatischen Lord Henry Wotton, der den Jüngling in die Freuden des Upper-Class-Lebens einführt. Als Dorian von dem Maler Basil Hallward porträtiert wird, wünscht er sich, dass das Bild statt seiner altert. Dafür würde er gar seine Seele geben. Gesagt, getan: Fortan wird sein Abbild zunehmend älter und hässlicher, während Dorian ohne Konsequenzen hemmungslosen Vergnügungen frönt. Doch nach Jahren lassen ihn die Geister, die er rief, nicht mehr los. Erst durch die schöne Emily wagt er wieder auf Erlösung zu hoffen ...

Bereits zum dritten Mal nahm sich Regisseur Oliver Parker nach "Ein perfekter Ehemann" und "Ernst sein ist alles" hier einen Oscar-Wilde-Klassiker vor. Er hält sich inhaltlich an dem Roman, schafft aber kaum atmosphärische Dichte. Das Ganze steht und fällt mit dem Charisma des Hauptdarstellers und da hat Ben Barnes ("Die Chroniken von Narnia - Prinz Kaspian von Narnia") leider wenig zu bieten. So ergeht sich das Ganze ohne Tiefe in schmucken Bildchen und lässt den Betrachter erstaunlich kalt. Das waren Glenn Jordans Das Bildnis des Dorian Gray und Massimo Dallamanos Das Bildnis des Dorian Gray mit Helmut Berger deutlich besser.



Foto: Concorde