Sofia wundert sich schon, dass ihre Mutter, die sich nie sonderlich um sie gesorgt hat, nun plötzlich Ängste offenbart, wie ein Kind nach Zärtlichkeit verlangt und auch unter Vergesslichkeit leidet. Dennoch erfährt Sofia nun durch die ungewollte Nähe Dinge, von denen sie vorher noch nie gehört hatte. Bald ahnt sie, dass vieles davon auch von ihr selbst handelt ...

Regisseur Hans Sebastian Steinbichler ("Hierankl", "Winterreise") drehte eine zähe, fast schon quälende Mutter-Tochter-Geschichte, die den Zuschauer in Rückblenden auch ins Riga der Dreißigerjahre führt. Trotz der guten Besetzung will die Geschichte nicht wirklich greifen, bleiben die Charaktere und deren Handeln zu nebulös, zumal man von Beginn an ahnt, dass sich beide wieder annähern werden. Da ist Langeweile sozusagen groß geschrieben, zumal das Ganze auch filmisch nicht sonderlich prickelnd wirkt.



Foto: Jürgen Olczyk - die film gmbh