Eines Abends steht ein Kamel, das von einem Wanderzirkus ausgesetzt wurde, vor dem Haus des biederen Bankangestellten Sawicki. Im Dorf herrscht helle Aufregung, als Sawicki sein neues Haustier zum ersten Mal spazieren führt. Er ist dem Spott seiner Mitbürger ausgesetzt, die Finanzbehörde überlegt, wie so ein Tier zu versteuern sei, und der Stadtrat diskutiert, ob das Kamel die öffentliche Ordnung stört. Dann ist sich das gesamte Dorf einig: Damit wieder Frieden einkehren kann, muss das Tier weg...

Bereits im Jahr 1973 schrieb der 1996 verstorbene polnische Regisseur Krzysztof Kieslowski das Drehbuch zu "Das große Tier". Erst 25 Jahre später entdeckte der renommierte polnische Schauspieler Jerzy Stuhr, der früher mit Kieslowski gearbeitet hatte, diese amüsante Parabel auf kleinbürgerliche Intoleranz, verfilmte sie und übernahm selbst die Hauptrolle. Stuhr erzählt in seiner vierten Regie-Arbeit die kleine Geschichte in stimmungsvollen Schwarz-Weiß-Bildern in einer Mischung aus absurder Komik und Melancholie.