Peitschenmeister Carlos liebt seinen Job: er bestraft unliebsame Elemente des totalitären Systems, in dem er lebt. Nach einer Revolution kommen neue Herrscher an die Macht, doch die vermeintlich "Guten" werden wiederum selbst zu "Bösen". Die Revolution frisst ihre Kinder. Und Carlos gerät zwischen alle Fronten...

Was als Studienarbeit einer Gruppe von Filmstudenten begann, das lief beim Max-Ophüls-Festival '98 als erster langer Animationsfilm der Festivals-Geschichte. Die Knetfiguren des "Peitschenmeisters" hatten pro Sekunde 12 Bewegungseinstellungen zu absolvieren und wurden völlig ohne digitaler Techniken in Szene gesetzt. Einzig drei Sekunden Staubwirbel hinter einem galoppierenden Pferd kommen aus der Computer-Trickkiste. Für alle, die sich auch mal ein wenig geistig anstrengen wollen, ist diese gesellschaftskritische Knet-Männchen-Animation gedacht und ideal, die kleinen grauen Zellen wieder ein wenig in Schwung zu bringen. Ganz ohne rasante Action-Sequenzen und aufwendige Computer-Tricks.