Rosa Moline, verheiratet mit dem allseits beliebten Landarzt Dr. Lewis Moline, lebt in der netten Kleinstadt Loyalton im Staat Wisconsin - in Umständen, die normalerweise Glück und Zufriedenheit erwarten lassen. Doch Rosa ist nicht glücklich; sie langweilt sich, hasst die Provinz und will nach Chicago. Sie beginnt eine Affäre mit dem Industriellen Neil Latimer, der sie jedoch keineswegs zu heiraten und aus ihrer Misere zu befreien gedenkt...

"Der Stachel des Bösen" sitzt einmal mehr in Bette Davis, die hier ihrem Ehemann alias Joseph Cotten übel mitspielt, dabei allerdings ein wenig dick aufträgt. Die Diva war sehr unglücklich mit ihrer Besetzung und bat Warner-Bros.-Boss Jack L. Warner schon nach der Hälfte der Dreharbeiten, sie aus dem Film zu entlassen und durch Virginia Mayo zu ersetzen. Schließlich drehte sie den Melodram jedoch zu Ende und verliess nach 18 Jahren Warner Bros. Schon in "Jezebel - Die boshafte Lady" spielte sie übrigens eine dickköpfige Südstaatenschönheit, die ihren geliebten Mann vertreibt, in "Die kleinen Füchse" ging Bette Davis gar so weit, dass sie ihrem kranken Mann die Medikamente vorenthielt. "Der Stachel des Bösen" war der Auftakt für zwei weitere Filme, die Cotten und Davis miteinander drehten: "Wiegenlied für eine Leiche" (1964) und Luigi Comencinis Komödie "Teuflisches Spiel" (1972).