Koralnik ist ein Profikiller, der vor acht Jahren in einen geheimen Dienst der Europäischen Union aufgenommen wurde. Doch sein Problem: in diesen acht Jahren hatte er nicht einen Auftrag zu erledigen. Stattdessen führte er ein einsames, zurückgezogenes Leben, stets bereit für den Einsatz.

Die acht Jahre des Wartens waren nicht nur totlangweilig, sondern auch total frustrierend. Während er aus lauter Not beinnahe schon seinen lauten wie nervigen Nachbarn liquidiert hätte, läuft ihm zufällig die hübsche Rosa vors Auto - und plötzlich wird alles anders.

Er beginnt sich für die Frau zu interessieren, lädt sie ein, merkt aber zu spät, dass sie eigentlich eine Gaunerin ist, die sein Geld will. Doch richtig chaotisch wird es, als Koralnik tatsächlich seinen ersten Mordauftrag erhält. Denn irgendwie wird er nun die junge Frau nicht mehr los ...

Verzwicktes Konstrukt

Zugegeben: die tragisch-komische Geschichte, die hier Florian Mischa Böder im Autrag des Kleinen Fernsehspiels des ZDF inszeniert hat, hätte durchaus komisches Potential. Doch leider weiß dies der Regisseur nicht wirklich zu nutzen und verzettelt sich mehr und mehr in dem verzwickten Konstrukt um den staatlichen Auftragskiller, der verzweifelt versucht, den ersten Job mit dem Beginn eines normalen Alltagsleben zu koordinieren.

Zwar gibt es immer wieder absurd-witzige Szenen, die aber bald wieder mit derben Brutalitäten oder hanebüchenen Wendung extrem gebrochen werden. Das strapaziert auf Dauer mehr als es unterhält - auch wenn Benno Fürmann hier seine Sache durchaus gut macht. Schade!