Fest zur Heirat entschlossen, erwählt sich die Kunststudentin Sabine einen ihren Vorstellungen entsprechenden jungen Anwalt als Ehemann. Mit komischem Eigensinn und naiver List verfolgt sie ihr vermeintliches Traumziel und verlässt dafür auch ohne großes Bedauern ihren Liebhaber. Mit dem Erfolg allerdings, dass der Auserwählte mehr und mehr auf Distanz zu ihr geht. In die Enge getrieben, beendet er in einer schmerzhaften Aussprache schließlich die Liaison, noch bevor sie überhaupt beginnen konnte. Sabine aber trägt das Scheitern mit Fassung, zumal sie bald einen anderen jungen Mann findet, der nicht minder ihrem Wunschbild zu entsprechen scheint. Die Geschichte beginnt wieder von vorne.

Der zweite Teil des "Komödien und Sprichwörter"-Zyklus von Eric Rohmer ist eine feinsinnige und hintergründige Komödie über die Jagd nach dem Glück. In der Rolle der Sabine überzeugt Béatrice Romand, die Rohmer zuvor schon in "Claires Knie" (1970) und "Die Liebe am Nachmittag" (1972) besetzte. Romand und Rohmer arbeiteten später in "Das grüne Leuchten" (1985), "Vier Abenteuer von Reinette und Mirabelle" (1986) und in "Herbstgeschichte" (1998) erneut zusammen.