Als der 16-jährige Andi zu Beginn der Sommerferien von seiner heimlichen Liebe Katja auf eine Party eingeladen wird, schwebt er auf Wolke Sieben. Allerdings hat die Sache einen Haken. Denn Katja ist in den wesentlich attraktiveren Bobby, der Schwarm vieler junger Frauen, verliebt. Von dem weiß Andi auch noch vom Duschen nach dem Sport, dass der ziemlich gut bestückt ist.

Andi hat diesbezüglich seit einem peinlichen Doktorspiel in seiner Kindheit mit Sandkasten-Freundin Lilly, die sein Ding als furchtbar klein bezeichnet hat, einen deftigen Komplex. Ausgerechnet Lily kommt nun zu den Sommerferien zu Andis Familie und kreuzt prompt auf besagter Party auf, bei der sich Andi auch gleich mächtig blamiert und damit sein junges Gefühlsleben vollständig aus den Fugen gerät ...

Nervig und peinlich

Regisseur Marco Petry, der einst mit Werken wie "Schule" oder zuletzt mit "Heiter bis wolkig" ganz hervorragend die Gefühlswirren junger Menschen gekonnt einzufangen wusste, hat sich dieses Mal auf nervige Abwege Richtung "American Pie" und Peinlichkeiten à la "Harte Jungs" begeben.

Zudem überzeugt diese Adaption des gleichnamigen Romans von Jaromir Konecny - wenn überhaupt - nur in wenigen Nebenrollen. Die Hauptdarsteller bleiben blass, der permanente Humor unterhalb der Gürtellinie bzw. die mittlerweile üblichen Kotzereien, die vielen schlechten Anschlüsse und Szenenwechsel sowie die doch rechlich angestaubt wirkende Sprache wirken ziemlich schnell ermüdend. Eine gute Komödie ist "Doktorspiele" sicherlich nicht!