Als ihr alkoholkranker Ehemann Valerij den Finger der gemeinsamen Tochter mit einer Schere amputiert, hat Vera endgültig genug von ihrem trostlosen Leben und reißt aus. Gemeinsam mit ihrem Verehrer Pawel zieht sie ziellos durch die Gegend. Doch der eifersüchtige Valerij verfolgt sie, bewaffnet mit einer Schrotflinte und einer Flasche Wodka ...

Was zunächst wie ein simples Liebesdrama klingt, erweist sich schnell als wuchtiges Kino-Debüt des russischen Regisseurs Iwan Wyrypajew, der hier teilweise augenzwinkernd mit dem Thema "Leidenschaften" spielt. Während Vera die Liebe empfindet, widmet sich ihr Vater mit aller Leidenschaft seiner Flasche. Getragen von wunderbar-poetischen Landschaftsbildern und durch die Bank guten Darstellern, ergänzt die Musik des russischen Akkordeon-Großmeisters Aidar Gainullin dieses mehrfach preisgekrönte Werk über die russische Seele und ihre Untiefen.

Foto: ZDF/Matchfactory/Andrey Naidenov