Eva Simon ist alles andere als erfreut, als der junge Fotograf Jonathan Wolf in ein Nebengebäude des malerischen Bauernhofs zieht, auf dem sie mit ihrem erwachsenen Sohn und dessen Familie lebt. Für die Damenbesuche und die lautstarken Partys des neuen Mieters hat sie nur abfällige Bemerkungen übrig. Dann aber lernen die beiden sich besser kennen - und es passiert etwas, worauf weder Eva noch Jonathan vorbereitet waren: Sie verlieben sich ineinander. Ihre Beziehung stößt allerdings nicht überall auf Verständnis ...

Die Filme von Bettina Woernle kreisen oft um nicht mehr ganz junge Menschen, die nach langen Jahren der Ehe keine Erfüllung mehr in dieser finden ("Noch einmal zwanzig sein ...") oder ihr Leben noch einmal genießen wollen (Männer lügen nicht"). In "Liebe verlernt man nicht" - nach eigenem Drehbuch inszeniert - thematisierte sie recht einfühlsam - wenn auch vorhersehbar - die Beziehung einer Frau zu einem viel jüngeren Mann. Was bei Männern in den besten Jahren, die sich mit jungen Frauen schmücken, durchaus hoffähig zu sein scheint, wird für ihre Protagonistin zum Problem. Besonders Katrin Sass zeigt einmal mehr, dass sie zu Deutschlands besten Charakterdarstellerinnen zählt, und einen Stephan Luca würden sicherlich nicht viele Frauen von der Bettkante stoßen.

Foto: HR/Degeto/Jacqueline Krause-Burberg