Während die Alliierten im Sommer 1944 in der Normandie landen, möchte der 14-jährige Franzose Michel nach seinem ersten Wettbewerb am Pariser Konservatorium gemeinsam mit seiner Mutter in seine Heimatstadt Saint-Lô zurückkehren. Da die Bahnlinie unterbrochen ist, machen sie sich mit Rädern auf den Weg. Dabei lernen sie Yvette kennen, eine Frau in den Dreißigern, die sich als Mitglied der Resistance entpuppt. Auf dem Weg durch die Landschaft der Ile-de-France verliebt sich Michel in die vitale, lebensfrohe Frau. Doch schon bald gerät das Trio in eine gefährliche Situation, da auf seiner Route die Front zwischen deutschen und alliierten Truppen verläuft. Bei einer Begegnung mit amerikanischen Soldaten macht der Junge aber auch erste Bekanntschaft mit der ihm völlig unbekannten Jazz-Musik, die ihn sein Leben lang beeinflussen wird ...

Der international renommierte Filmkomponist Michel Legrand führte in dem ruhigen Werk auch Regie und schrieb das Drehbuch. Der bekannte Komponist, der für etwa 150 internationale Filmproduktionen die Musik schrieb, verarbeitete in seiner einzigen Regiearbeit persönliche Erlebnisse und inszenierte einen psychologisch überzeugenden Film über die erste Liebe.

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