Die Außenseiter-Überraschung der französischen Kinosaison 1996/97: Ein Film über nichts als das harte Leben auf dem Lande fand ein Millionenpublikum. Geboten wird kein Staraufgebot, sondern die dokumentarisch genaue Beschreibung eines entbehrungsreichen Lebens in der Provinz: Eine Bäuerin zieht ihre sieben Kinder groß, während der Vater in der Stadt noch eine zweite, seine eigentliche Familie hat.

"'Gibt es zu Weihnachten Schnee?' ist ein Filmwunder, das an Rossellinis Filmoffenbarungen erinnert", schrieb Marli Feldvoß in epd film. Ob das so beim Zuschauer ankommt, hängt allerdings sehr von dessen Bereitschaft ab, sich auf den Stil des Film einzulassen. Für ihre Regieleistung wurde die Debütantin Veysset mit einem César (dem französischen Oscar) ausgezeichnet.