In einem Göteborger Privatkrankenhaus kommt es zum Stromausfall. Kurz darauf wird eine Krankenschwester erschlagen aufgefunden. Während Irene Huss und ihre Kollegen die Ermittlungen aufnehmen, wird eine zweite Schwester Opfer eines Gewaltverbrechens. Die gerichtsmedizinische Untersuchung ergibt, dass sie zuvor vergewaltigt wurde. Eine abergläubische Nachtschwester ist felsenfest davon überzeugt, dass es in der Klinik spukt ...

In dieser furios in Szene gesetzten Adaption des gleichnamigen Krimi-Bestsellers von Helene Tursten erliegt Kommissarin Irene Huss beinahe selbst dem Charme des Mörders. Die bis zur letzten Minute spannungsgeladene Regiearbeit von Anders Engström, der schon die Folge "Irene Huss, Kripo Göteborg - Feuertanz" inszenierte, steht einmal mehr ganz in der skandinavischen Krimitradition: Wie ihre prominenten Kollegen Kurt Wallander, Van Veeteren und Varg Veum blickt Irene Huss bei der Aufklärung ihrer Fälle immer wieder in menschliche Abgründe, die sich hinter der unscheinbaren Fassade einer heilen Welt auftun. Auf packende Weise erfährt der Zuschauer dabei, dass die Kommissarin eine normale, bodenständige Frau ist, deren Schwächen sie allerdings immer wieder in gefährliche Situationen bringen.

Foto: ARD Degeto/Illusion Film/A. Aristarhova