Da Julien als Vertreter für Landwirtschaftsmaschinen recht erfolgreich ist, kann er seinen Frau Delphine und seiner Tochter ein schönes Leben in einem großzügigen Einfamilienhaus bieten. Doch obwohl sich Julien überaus zufrieden sein könnte, reicht ihm die traute Glückseligkeit offenbar nicht. Denn er beginnt eine Affäre mit der attraktiven Apothekerin Esther.

Die ist zwar mit einem ehemaligen Schulkameraden Juliens verheiratet, was aber beide nicht hindert, sich heimlich zu treffen und ihre Leidenschaft auszuleben.

Eines Tages allerdings stimmt etwas nicht: Julien wird verhaftet, landet im Untersuchungsgefängnis. Er soll Delphine ermordet haben ...

Betuliches, aber interessantes Justizdrama

Der französische Schauspieler Mathieu Amalric ("James Bond 007 - Ein Quantum Trost", "Schmetterling und Taucherglocke") hat sich erneut auch als Regisseur und Drehbuchautor versucht und sich selbst in der Hauptrolle in Szene gesetzt.

Dank der ruhigen wie mysteriösen Geschichte aus der Feder Georges Simenons, ein Meister in punkto psychologischer Kriminalgeschichten, gelang Amalric ein zwar recht betuliches, aber dennoch interessantes Justizdrama, das kammerspielartig in Rückblenden erzählt wird.

Leider strapaziert Amalric mit dieser Chronik einer tragischen Liebesaffäre in allzu langen, manchmal etwas verworrenen Einstellungen oft die Geduld des Zuschauers.