Die Anglo-Inderin Victoria Jones ist die Tochter eines englischen Lokomotivführers und einer Inderin. Sie arbeitet in einem Hilfscorps der britischen Besatzungsmacht, die 1946 mit ihren Rückzugsvorbereitungen aus der vor der Unabhängigkeit stehenden indischen Kolonie beginnt. Unruhen prägen die Umbruchphase, und Oberst Rodney Savage soll einen Terroristen stoppen. Victoria wird Rodneys Einheit zugeteilt. Hauptmann Macaulay, einer von Savages Untergebenen, versucht, Victoria zu vergewaltigen, worauf sie ihn in Notwehr erschlägt. Ihr heimlicher Verehrer Ranjit bringt Victoria mit dem Terroristen Ghanshyam in Kontakt, der Macaulays Leiche verschwinden lässt. Aus Dankbarkeit verspricht Victoria, Ranjits Frau zu werden. Doch bevor es dazu kommt, flieht sie und schüttet Oberst Savage ihr Herz aus.

Ein mit zahlreichen Massenszenen aufwändig und realistisch gedrehtes Melodram über die Identitätskrise einer zwischen Indien und England stehenden Frau. Dieses für Regisseur George Cukor ("My Fair Lady") eher untypische Epos verknüpft die individuelle und gesellschaftliche Identitätskrise hier geschickt mit der politisch turbulenten Phase einer im Umbruch befindlichen Nation.

Foto: ZDF/ARD/Degeto