Grigori Jefimowitsch Rasputin wurde bekannt, weil er an den Hof des Zaren gerufen wurde, in der Hoffnung, die Blutungen des an Hämophilie leidenden Zarensohns Alexei durch Gebet zum Stillstand zu bringen. Zeitzeugen bestätigten, dass Rasputin einen damals unerklärlichen Einfluss auf den Zarensohn und dessen lebensgefährliche Blutungen besaß. Diese Fähigkeit Rasputins brachte die Zarin Alexandra zur Überzeugung, dass Rasputin ein Heiliger war, der ihr von Gott geschickt worden sei, um ihren Sohn zu beschützen. Daher wies sie jede Kritik an Rasputin stets strikt zurück. Rasputin wurde ein sehr unmoralischer Lebenswandel mit sexuellen Ausschweifungen vorgeworfen. Bei Rasputin kamen zwar Eskapaden vor, die meisten Vorwürfe waren aber frei erfunden. Während des Ersten Weltkriegs zeigte sich nach anfänglichen militärischen Siegen, dass Russland der deutschen Militärmacht nicht gewachsen war. Bei der Suche nach Schuldigen für die Niederlagen diente Rasputin als Sündenbock für die katastrophale Lage des russischen Reiches, obwohl sein politischer Einfluss in Wirklichkeit sehr gering war. Am 17. Dezember 1916 wurde Rasputin unter Führung von engen Verwandten des Zaren Nikolaus II. ermordet.