Prinz Leo ist der letzte einer alten Adelsfamilie. Als er in London sein Erbe antreten will, versucht er zunächst, die schäbigen Slums in ein wohnliches Paradies zu verwandeln. Der Grund: Mit seinem Fernglas hat er die Bewohner beobachtet und besonders die junge Schwarze Salambo hat sein Herz gerührt. Er will ihr unbedingt helfen...

Regisseur John Boorman drehte diese fantastische Satire auf die Erste und die Dritte Welt mit einem glänzend aufgelegten Hauptdarsteller und pendelt mit hintergründigem Witz zwischen Ernst und Spaß. Marcello Mastroianni spielt die Wandlung vom distanzierten Voyeur zum engagierten Wohltäter mit melancholischer Komik, Glenna Forster Jones, die in ihrer 40-jährigen Karriere nur in einigen wenigen Rollen zu sehen war, glänzt an der Spitze eines farbigen Ensembles, dessen Vitalität von der morbiden Egozentrik der weißen Parasiten um Leo eindrucksvoll absticht. "Leo, der Letzte" war 1970 in Cannes für die Goldene Palme nominiert, verlor aber gegen Robert Altmans "M.A.S.H.", John Boorman wurde allerdings als bester Regisseur ausgezeichnet.