Ein mobiles Feldlazarett in Korea, wenige Kilometer von der Front entfernt. In diesem bunt zusammengewürfelten Haufen von Baracken und Zelten inmitten einer öden Gebirgslandschaft versehen die drei Militärärzte "Hawkeye" Pierce, "Trapper" John McIntyre und "Duke" Forrest ihren nervenaufreibenden Dienst. Tag und Nacht haben sie Schwerverletzte auf dem Operationstisch, denen sie - leider nur allzu oft vergeblich - zu helfen versuchen. Da die drei hervorragenden Chirurgen unersetzlich sind, genießen sie eine Art Narrenfreiheit ...

Mit einem Oscar und der Goldenen Palme gekrönte Komödie von Robert Altman, die das Grauen des Krieges auf sarkastische Weise verurteilt. Schauplatz ist der Korea-Krieg, die Kritik zielt jedoch auf den Vietnamkrieg. "M.A.S.H." (eine Abkürzung für "Mobile Army Surgical Hospital") wurde bei seinem Erscheinen gründlich missverstanden. Der Film wurde in die Reihe der üblichen, den Krieg verharmlosenden Scharmützelstreifen eingeordnet und als "bedeutungslose Filmklamotte" (Neue Zürcher Zeitung) abqualifiziert. Altmans Film jedoch ist eine Anti-Kriegs-Komödie, eine der pointiertesten und bittersten der Filmgeschichte. Vorzüglich gelang es dem Regisseur, die sich konträr gegenüberstehenden Handlungsebenen des Films - den Realismus der Szenen im Operationssaal, die zum Lachen reizenden Situationen in der Freizeit - miteinander zu verbinden. Gerade aus diesem "Wechselbad" von Grauen und Groteske bezieht der Film seine Betroffenheit auslösende Wirkung.

Foto: Fox