Lehrerkind Tom ist ein neurotischer Außenseiter, hat Angst vor Regen und ist angeblich ständig krank. Die überängstliche Familie behütet das Sorgenkind gluckenhaft und nutzt den fragilen Gesundheitszustand des Jungen als Experimentierfeld für ihre obskuren Umweltschutzparolen. So fristet Tom ein Lone-Ranger-Dasein zwischen Öko-Kost und Naturobskurantismus. Als dann auch noch ein mysteriöser Eisklotz vom Himmel geradewegs auf die angebliche Einfamilienhausidylle stürzt, sucht man sein Heil im Luftschutzbunker – nur Tom nutzt die Chance und flieht. Er hat sich schließlich in die aufgeweckte Lucie verliebt...

Regisseur Oliver Jahn wollte wohl ein schwarze Familienfarce inszenieren, hat darüber aber Timing, guten Geschmack und Schauspielführung vergessen und weiß offenbar auch nicht, wie man Kinobilder fotografiert. Allzu klischeehaft und naiv führt er die Alternativkultur mitsamt Öko-Trip und Umweltangst vor. So bleibt die nötige Bissigkeit leider außen vor. Da hätte man – mal wieder – viel mehr draus machen können. Vor allem, wenn man weiß, dass Oliver Jahn vorher mit dem absurden "Ijon Tichy: Raumpilot" zu überzeugen wusste.

Foto: Neue Visionen