Als in Hamburg eine türkische Familie eine Riesensumme im Lotto gewinnt, machen sich die Eltern auf die Rückkehr in ihre Heimat, um in Kappadokien ein Hotel zu kaufen. Ihre beiden erwachsenen Söhne hingegen haben eigentlich überhaupt keinen Plan. Weil der jüngere Luk nicht weiß, was er mit seinem Anteil anstellen soll, gehen die Eltern davon aus, dass er sich am Hotel beteiligen wird. Doch Luk denkt stattdessen erstmals über sich und sein Leben nach und endet in einer tiefen Depression der Glückseligkeit. Über die soll ihn seine Ex-Freundin hinwegtrösten. Doch das ist leichter verlangt als von ihr getan. Luk versucht's mit einem Song und dem dazugehörigen Videoclip ...

Und wieder die Geschichte eines typischen Träumers, diesmal gespickt mit interkulturellen Klischees, inszeniert von der deutsch-kurdischen Regisseurin Ayse Polat ("En Garde"). Dank sympathischer Darsteller kommt der kameratechnisch oft nervige Mix aus vielen witzigen, manchmal gar skurril-komischen und einigen tragischen Momenten halbwegs frisch rüber, auch wenn die eine oder andere Naivität manchmal an Debilität grenzt und die Figurenzeichnungen oft einiges zu wünschen übrig lassen.



Foto: Real Fiction