Während des Krieges in Jugoslawien begegnen sich 1993 in einem Schützengraben im Niemandsland die beiden Soldaten Ciki und Nino. Das Problem: Ciki ist Bosnier und Nino Serbe. Die verfeindeten Kämpfer suchen verzweifelt nach einer Lösung für ihre kuriose Situation. Da tauchen UN-Soldaten auf, die jedoch nicht eingreifen dürfen. Bis ein UN-Sergeant entgegen den Anweisungen zu helfen versucht und die Medien einschaltet. Doch auch hier sind alle ratlos...

Danis Tanovic schildert in seinem Spielfilmdebüt die absurde Situation des Bosnienkrieges zwischen derber Satire und tragischem Kriegsdrama. Witzige Momente wechseln sich mit blutigen Grausamkeiten ab und entblößen so die Idiotie eines irrsinnigen Krieges. Doch nicht nur die Kriegsparteien, sondern auch die Medien, die Eurokraten und die Blauhelm-Truppen bekommen hier ihr Fett weg. So wundert es nicht, dass diese Real-Groteske nicht nur in Cannes und Berlin geehrt wurde, sondern auch noch den Oscar als bester nicht-englisch-sprachiger Film erhielt. Ein Meisterwerk, bei dem einem oft das Lachen im Hals stecken bleibt. Tanovic hat außerdem die Episode "Bosnien-Herzegowina" (sein Geburtsland) zu dem Werk " 11'09''01 - September 11" beigesteuert.