Die Türkei im Südosten nahe der irakischen Grenze: Auf dem 2365 Meter hohen Berg Karabal leistet eine 40 Mann starke Militäreinheit ihren Wehrdienst ab. Ihr Alltag ist von Übungen und Einsamkeit gekennzeichnet, immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen mit bewaffneten Kräften, die mit terroristischen Mitteln für die Unabhängigkeit Kurdistans kämpfen ...

Regisseur Levent Semerci setzte diesen pathetischen Kriegsfilm mit herrlichen Aufnahmen der kargen und einsamen südostanatolischen Grenzlandschaft nach dem Buch "Geschichten aus dem Südosten" in Szene. Darin erzählt Hakan Evrensel, ehemaliger Offizier der türkischen Armee, von seinen Dienst-Erfahrungen, dem Kampf gegen den Terror und seinen Umgang mit den jungen und unerfahrenen Wehrpflichtigen. Womit man sofort beim Kernproblem dieses Films, der schonungslos die kriegerischen Auseinandersetzungen und deren Auswirkungen zeigt, angelangt ist: Zu einseitig zeichnet Semerci die offizielle türkische Militärposition nach, zu schnell ist entschieden, wer gut und wer böse ist, die Abgrenzung zwischen der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und dem kurdischen Volk verschwimmt, die auch vom Militär verübten Greuel werden nicht weiter hinterfragt.

Foto: Maxximum