Hauptkommissar Herbert Schmücke wird aufs Land geschickt: Einem brutalen Pferdemörder, der die Tiere nachts auf Koppeln abschlachtet, muss das Handwerk gelegt werden. In dem Dorf wohnt Schmückes alter Freund und Kollege Herbert Schneider, der ihn bei der Aufklärung des Falles unterstützen soll. Die Dorfbewohner zeigen deutlich ihre Abneigung gegen die beiden Kommissare. Angeführt von der Opernregisseurin Edith Reger, bilden sie eine Bürgerwehr: Sie wollen den Pferdemörder selbst stellen ...

Matti Geschonneck drehte diesen TV-Krimi, der bis heute nichts von seiner Brisanz verloren hat. Denn in Deutschland kam die Realität der Fiktion zuvor: Durch über 20 Pferde schlitzte sich in den letzten Jahren der sogenannte "Lanzenmörder" in Mecklenburg-Vorpommern. In Niedersachsen wurden die ersten Fälle gar schon 1993 gemeldet. Psychologen attestieren dem(n) "Pferderipper(n)" eine "abnormale, pure Lust am Quälen". Bis heute fehlt von den Tätern jede Spur.

Foto: MDR/Rosa Reibke