Kriminalhauptkommissarin Jo Obermaier und ihr Ehemann Tarik sind privat unterwegs zu einer Hochzeit auf dem Land. Da klingelt das Handy, und Kollege Jürgen Tauber teilt Obermaier mit, dass eine Wasserleiche an der Isar gefunden wurde - die ukrainische Edelprostituierte Zusana Lebedova. Alle Spuren führen zum Geschäftsmann Hermann Denninger. Doch dieser ist nicht bereit, ein Geständnis abzulegen. Verärgert versucht Tauber, Denninger auszutricksen. Damit wird der Fall, den Tauber im "Handumdrehen" lösen wollte, für ihn zum Albtraum: Aus Wut darüber, dass er an der Nase herumgeführt wurde, würgt Denninger Tauber. Zwar übersteht diese die Attacke, aber psychisch ist er nicht mehr der Alte. Denninger nutzt Taubers Schwäche, um ihn noch mehr in die Enge zu treiben...

Eine nicht immer überzeugende Regiearbeit von Klaus Krämer, die Ralph Netzer einmal mehr mit der Kamera einfing. Mit Netzer arbeitete Krämer auch bei "Drei Chinesen mit dem Kontrabass" und den beiden "Polizeiruf 110"-Episoden "Pech und Schwefel" (2002) und "Die Maß ist voll" (2004) zusammen, jeweils mit Edgar Selge in einer der Hauptrollen. An den Bildern liegt es also nicht, die können sich durchaus sehen lassen, aber Selge kauft man seine Angstzustände irgendwie nicht richtig ab. Dass er dieses Rollenbild durchaus beherrscht, hat Selge später in der Tragikomödie "Angsthasen" auf überzeugende Art und Weise gezeigt.

Foto: BR/Marco Nagel