DDR 1977, die Zeit der Schleyer-Entführung im Westen Deutschlands: Marcus ist eher schüchtern, aber mächtig verknallt in Anna, die mit ihm zusammen in die 12. Klasse geht. Anna aber steht mehr auf Randy - und das nicht nur wegen seiner Rockband "Feuersbrunst". Ausgerechnet der dogmatische Schuldirektor Rottmann findet bei Anna Materialien über die RAF. Als Konsequenz will er ihre Studienbewerbung verhindern. Eigentlich hätte Marcus sich ja niemals dazu überreden lassen, aber weil die Idee von Anna kam, liegt nun Rottmann gefesselt im Keller von Annas Großmutter - und die Schwierigkeiten fangen erst so richtig an ...

Mit diesem sorgsam inszenierten Mix aus Drama und Komödie sorgte Regisseur Andreas Dresen 1997 für einiges Aufsehen und für Heiterkeit beim Zuschauer. Nach einem Drehbuch, das er zusammen mit Torsten Schulz ("Einfach raus") entwickelte, zeigt Dresen die Befindlichkeiten der Jugend in der DDR, in der selbst kleinste Verstöße gegen die politische Linie mit Repressalien geahndet wurden. Fabian Busch und Susanne Bormann geben gekonnt das junge Pärchen, das kurzerhand den Partei hörigen Direktor entführt. Achten Sie auf Matthias Schweighöfer, der hier in seiner ersten Rolle überhaupt zu sehen ist.

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